Schwarzer Tee

Schwarzer Tee

SCHWARZTEE


Schwarztee wird aus der Camellia sinensis oder der Camellia assamica, beide bei uns als Teestrauch bekannt, hergestellt. Entscheidend für die Qualität der Tees ist neben den jeweiligen klimatischen Verhältnissen die Verarbeitung in der Manufaktur der Plantage.
Bei Qualitätstees werden ausschließlich die Knospe (Tip) und die obersten 2 Blätter gepflückt. Bei Grobpflückungen werden bis zu fünf Blätter geerntet. Zuerst werden die Teeblätter durch Welken in Heißluft weich und geschmeidig gemacht. Dann werden die Blätter zwischen Metallwalzen gerollt. Damit wird der Zellsaft mit seinen ätherischen Ölen freigesetzt. Der nächste Arbeitsgang ist das Sortieren nach Blattgröße: OP (Orange Pekoe 8-15mm), FOP (Flowery Orange Pekoe 5-8mm) bzw. bei den FOP Tees noch nach den Knospen (Tips) mit goldbrauner Farbe: GFOP (Golden Flowery Orange Pekoe - einige Blätter mit goldbrauner Spitze) und TGFOP oder FTGFOP(Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe - alle Blätter mit goldbrauner Spitze - die feinste und teuertste Blatt-Sortierung).
Im anschließenden Arbeitsgang, der viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt, dem Fermentieren, erhält der Schwarztee sein typisches Aroma und seine Farbe. Er wird hiebei auf großen Flächen bei 90° Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 22-28° für ein bis drei Stunden ausgebreitet. Den Abschluß bildet das Trocknen bei einer Temperatur von mindestens 80° für etwa 20 Minuten. Wie beim Fermentieren, muß auch beim Trocknen jedes Zuviel oder Zuwenig vermieden werden, da dadurch das Aroma beeinträchtigt wird.
Der fertige Tee wird in Holzkisten verpackt und in Produktionseinheiten zumeist bei Tee-Auktionen vermarktet.



DARJEELING
Darjeeling liegt im Nordosten Indiens zwischen Nepal, Sikkim und Bhutan in den Ausläufern des Himalaya. Hier wachsen in einer Höhe von bis zu 2000 Metern in 61 Plantagen unter idealen klimatischen Bedingungen die berühmtesten Spitzentees der Welt.
Gepflückt wird ausschließlich per Hand und mit größter Sorgfalt. Die erste Pflückung „First Flush“ erfolgt zwischen 15. April und 31. Mai. Die Tees, die aus dieser Pflückung gewonnen werden sind sehr zart und etwas herb. Die zweite Pflückung „Second Flush“ erfolgt vom 15. Juli bis zum 15. August. Mit dieser Ernte werden Spitzentees gewonnen, die ihr Aroma mit vielen Nuancen voll entfalten. Vom 1. November bis zum 15. Dezember werden die „Autumnals“ geerntet, sehr kräftige aber nicht mehr so facettenreiche Tees wie die Second Flush’s.


ASSAM
Die Hochebene von Assam, zwischen China, Birma und Bangladesh gelegen, ist eine der feuchtesten Gegenden der Welt. Hier ist die Heimat des Assam Teestrauches, der wesentlich grobblättriger ist als sein Verwandter aus China. Starke Regenfälle von April bis September und Temperaturen von über 35° schaffen ein Treibhausklima, das zu einem überaus kräftigen Wachstum der Teepflanze führt. Die Teepflanzen gedeihen meist unter Schattenbäumen und werden händisch abgeerntet. Assam Tees sind besonders kräftig und dunkel im Aufguß.


CEYLON
Auch in Ceylon (Sri Lanka) wird Tee im Hochland zwischen 1000 und 2000 Meter Seehöhe vorwiegend im Südwesten der Insel angebaut. Die bekanntesten Anbaugegenden sind Dimbula, Uva Highlands, Nuvara Elia, Devonia und Pettiagalla. Der Zeitpunkt der besten Ernte wird vom Monsun bestimmt: Ende Juni bis Ende August an den Westhängen, Februar bis Mitte März an den Osthängen. Ceylon Tees sind kräftig, aromatisch und bittern in der Kanne oder Tasse wenig nach.

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